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Hudaki Village Band

Die Erwartungen der Gäste wurden der Stimmung und den Kommentaren nach übererfüllt: Es wurde getanzt, gesungen, gelacht, gejubelt, gefeiert, und selbst nach fast drei Stunden Konzert gab es noch euphorischen Beifall und Rufe nach Zugaben. Kein Wunder, diese Musik kann süchtig machen - wohl, weil sie so ursprünglich, authentisch und berührend ist.
Da sind die berührenden Balladen, die in mystische Traumwelten entführen. Da sind die ekstatischen Rhythmen, die zum entfesselten Tanzen einladen. Da sind die feierlichen Hymnen, die eine heilige Stimmung verbreiten. (…)Die Musikanten geben nicht nur ein Konzert sondern erzählen vom Menschsein – davon vor allem, dass uns allen unbändige Lebenslust innewohnt, die immer gespürt werden will, und dass Musik, Tanz und Gesang dabei helfen. Die Musikanten strahlen selbst diese Lebensfreude aus, sie spielen, singen und tanzen wie von überirdischen Kräften angetrieben…
Im meisterhaften Spiel und Gesang liegt auch eine Besonderheit dieser Hudakis, und während andere Bands das hiesige Bedürfnis nach Temperament oft mit Trash, Kitsch und Show bedienen, wird hier auf die Kraft der traditionellen Musik vertraut, gespielt voller Seele und Tiefe.
(Thüringer Landeszeitung, 21.8.2017)

Aus der Seele, für die Seele
Mit feurigen Rhythmen und Melodien fegte die «Hudaki Village Band» den Alltag der Anwesenden im Nu weg und verbreitete Fest- und Lebensfreude pur.
(Seetaler Bote, 6.2.2017)

Wenn erst ihre Balladen und dann diese archaischen Klänge durch den Raum fliegen ist man völlig losgelöst. Dann muss man die Türen seines Herzens aufmachen, diesen musikalischen Tornado wirbeln lassen. Und das tut sowas von gut! Nürtinger Zeitung, 24.11.2014)

Die Hudaki-Dorfkapelle besteht aus neun Hochzeitsmusikanten, die sich an den grossen Familienfeiern in den ukrainischen Karpaten nächte- und tagelang die Seele aus dem Hals singen. So wie ihre Vorfahren, jiddische, ukrainische und Romakapellen des Maramorosch, kennen sie ihre Aufgabe an diesen Festen: Sie sollen glücklich machen. Zu den Rhythmen der Hudaki tanzen junge und alte Leute mit unerhörter Leichtigkeit, zu zweit und zu zehnt, ihr Tanz ähnelt dem Zustand des Fliegens, einer kreisende Levitation. Wenn sie genug getanzt haben, singen sie gemeinsam die alten Balladen mit schrecklichen und fröhlichen Geschichten, so wie sie nur das Leben erzählen kann. Die Hudaki sind Meister der Alchimie des musikalisch-vibrierenden Glücksgefühls. Während sechzehn Jahren Auftritte quer durch Europa hat die Band es gelernt, diese archaischen, nächtlichen Glücksmomente auch Nichteingeweihten zugänglich zu machen.

Hudaki heissen in der Vielvölkerregion Maramorosh (Berggebiet im Südwesten der Ukraine an der rumänischen und ungarischen Grenze) die Dorfmusikanten. Die Vielfalt der ethnisch-musikalischen Einflüsse machen die überlieferte Musik facettenreich und unverwechselbar: In ihr begegnen sich slawischer archaischer Gesang, rumänische Melodien, jüdische Rhythmen und Romafeuer - eine Art lokaler crossculture, entstanden im Laufe der Jahrhunderte.

Mit ihrer neuen CD Yo! (Januar 2018) präsentiert die Band die gesamte Spannweite des lokalen Repertoires mit seinen verschiedenen Einflüssen. Und eine ganz eigene Art, diese überlieferte Musik zu vermitteln.

Der österreichische Emigrant und Musikant Jürgen Kräftner gründete die Band 2001 gemeinsam mit Vasyl Rushchak und Mikhaylo Shutko, zwei Hochzeitsmusikern des Karpatendorfs Nyzhne Selyshche*. Zu ihnen gesellten sich die Barsängerin Kateryna Yarynych und die damals erst 11 Jahre junge Olha Senynets, dazu kamen der Bassist und Rockveteran Volodymyr Tishler sowie etwas später der virtuose Cymbalist Volodymyr Korolenko, und zwei Multiinstrumentalisten aus dem Dorf, Serhiy Kovach und sein Sohn Vitaliy. Seit 2008 ist die Besetzung der Hudaki Village Band unverändert.

Lange präsentierten sich die Hudaki ausschliesslich als Messenger des ukrainischen Maramorosh ohne besonderen Bezug zur Ukraine. Erst nach dem zweiten Maidan (2014), an dem sich die Band musikalisch beteiligte, begann sie auch ihre Zugehörigkeit zu einer freien und weltoffenen Ukraine zu betonen. Musikalisch fühlen sich die MusikerInnen aber weiterhin ausschliesslich der lokalen Tradition verpflichtet. Und Tradition hat in diesen abgelegenen Tälern vor allem eine Mischung aus Schalk und Unangepasstheit. Dies merkt man auch gleich an den eigenartigen Kostümen.

Die Hudaki Village Band hat fünf CDs aufgenommen, die neueste erscheint im Januar 2018. Hunderte Auftritte führten die Gruppe durch ein dutzend europäische Länder: Konzerte am Sziget Festival in Budapest, Fusion und Bardentreffen in Deutschland, KlezMore in Wien, Notes d'Equinoxes Delémont und Festival des 5 Continents Suisse, Respect Praha, Balkan Trafik Brussels, Les Suds Arles (F) und viele mehr.

Kateryna Yarynych, vocal
Olga Senynets
, vocal, ütögardon
Vasyl Rushchak
, baraban (percussion)
Mykhailo Shutko
, violin, vocal
Yuri Bukovynets
, clarinet, taragot, flutes
Volodymyr Korolenko
, cymbalum
Vitaliy Kovach
, guitar, vocal
Serhiy Kovach
, bayan, plonka
Volodymyr Tishler
, double bass

*Das 3000 Seelen-Dorf Nyzhne Selyshche ist in der Ukraine bekannt für zahlreiche soziale und kulturelle Initiativen. Viele, aber nicht alle davon gehen auf das Konto der Kooperative Longo mai, die sich hier Anfang der 1990-Jahre angesiedelt hat. Longo mai ist ein europäisches Netzwerk von Ökokommunen, deren Mitglieder sich auch für die Rechte von sozialen Randgruppen wie zB. MigrantInnen und Tagelöhner engagieren.

 

 

Kontakt:
Hudaki Village Band
Borkanjuka Strasse 95
90440 Nischnje Selischtsche
Transkarpatien
Ukraine
e-mail: info[at]hudaki.org
Tel: (380)67 312 79 70

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